PHILOSOPHIE

Das „proon“ versteht sich als eine transmissionäre Vision in der Gegenwärtigkeit zeitgenössischer Kunst.

Weltweit erfährt der moderne Mensch, frei von Nation und Konfession, grundlegende Veränderungen in traditionellen Formen und subjektiven Wahrnehmungen. Das betrifft auch den Bereich allgemeinen Vergnügens in freizeitlicher Bestimmung. Hier zu beobachten sind sichtbare Erscheinungen in der materiellen Vermassung der Kulturen einhergehend mit einer rasant wachsenden technischen Entwicklung sowie einer allgegenwärtigen Präsenz medienrelevanter suggestiver Strukturen.

Ich beobachte zunehmend, abstrakt formelle Wesensarten, Ware, die zur Massenware avanciert. Eine Vielzahl allgemein erdachter Objekte zieht besitzergreifende Aufmerksamkeiten in ihren gesellschaftlichen Bann. Ich frage, welche Botschaft vermag diese Ware zu vermitteln? Ist der Mensch nur Konsument in einer marktbestimmten Gesellschaft, kommuniziert er im Grunde extrem vereinfacht nur über den Preis, den Preis einer Ware im Sinne ihres Tauschwertes?

Und die LIEBE, hat Sie einen Preis, ist auch Sie verhandelbar?

Bleibt zukünftig das eigentliche Objekt und sein Geheimnis beziehungsweise seine Ergründung im Schatten? Verliert es sich völlig in oberflächlicher Erscheinung naiv inflationärer Faszination? Beschreibt sich so die Obszönität der Ware im Allgemeinen, vertraute Intimität gegen totale Transparenz, wird selbst das Subjekt ein Objekt?

Nein, in der Intimität sehe ich noch immer das Geheimnis überhaupt. Sie ist mir Leidenschaft und Wettkampf, sie ist das, was ich denke und fühle, sie ist das, was ich bin und erstrebe, vielleicht nur ein Höchstmaß an Individualität.

Kunst ist für mich ein Ausdruck kreativer Rebellion, ist die Umsetzung erarbeiteter Sichtweisen zu aktuellen Erscheinungsformen. Diese Abstraktionsebene ermöglicht mir in Verdichtung einer Szene, Objektivität von Dingen tiefgründig zu reflektieren und Leidenschaft neu zu erwecken. Diese Leidenschaft, der Katalysator für das Leben und die Liebe, ist Thema meiner Arbeit. Das Schaffen visioneller Freiräume, in jenen Bewegung und Entwicklung initiiert wird, fordert Enthüllung des Realen und stellt sich den aktuellen Herausforderungen in der Öffentlichkeit neu.

Hier bewegt sich das geheime Moment erotisch sinnlicher Leidenschaft als transmissionäre Vision im „proon“. Eine plakative fotografische Präsentation körperlich naturalistischer Darstellungen, die zeitgenössischen wirtschaftlichen Entwicklungstendenzen unterlegen ist, bewegt sich in Revolution, als Spiegelbild der Zeit. Die Intimität im physischen Sein und das Ergreifen einer dem Leben entgegengebrachten übergeordneten Liebe sind Maßgabe dieses Projektes und sprechen für öffentliche Reanimation.

Rit Lomo

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